04.08.2017
 von Silke Greifsmühlen in

Die lange Historie der Marke Das Telefonbuch ist eng mit der Geschichte der Telekommunikation in Deutschland verbunden.

Kurzüberblick

1881 – 1900 // Fernsprechbücher werden populär

1900 – 1980 // Interesse an Technologie „Telefonieren“ wächst

1980 – 1990 // Privatisierung / Erstes elektronisches Telefonbuch / Letzte Telefonbuch-Ausgaben der DDR

1990 – 2000 // Das Telefonbuch auch im Internet verfügbar / Gründung der Das Telefonbuch-Servicegesellschaft mbH

2000 – 2010 // Das Telefonbuch für Handy und Smartphone / „Wer liest, gewinnt!“ und „Ich im Netz“ gehen an den Start

2010 – heute // MeinTelefonbuch / Personensuche / Konsequente Erweiterung und Verbesserung der Mobile- und Online-Anwendungen


Ab 1881: Fernsprechbücher werden populär

14. Juli 1881 - Auch Das Telefonbuch hat mal klein angefangen: Vor 134 Jahren erscheint das „Verzeichnis der bei der Fernsprecheinrichtung Beteiligten“ – Deutschlands ältestes amtliches Fernsprechbuch. Die Anzahl der eingetragenen Besitzer eines Anschlusses ist noch sehr überschaubar.

1883 - Das „Verzeichnis der Telephon-Abonnenten für Bayern“ mit 57 Seiten erscheint. Das Telefonbuch verbreitet sich parallel zum Ausbau des Telefonnetzes über Berlin hinaus.

1888 - Das Berliner Fernsprechbuch erhält einen besonderen Teil, in dem die Teilnehmer nach Berufsgruppen sortiert sind. Damit wird die Recherche mit Hilfe von Schlagwörtern eingeführt.

1892 - Mit dem Berliner Julius Springer wird erstmals ein privater Verleger gemeinsam mit der Kaiserlichen Oberpostdirektion Herausgeber eines Fernsprechbuches.

1897 - Die erste Werbeanzeige in einem Fernsprechbuch erscheint im Kölner „Telephon-Teilnehmer-Verzeichnis“. Das Telefonbuch wird für kleine und mittelständische Unternehmen zum interessanten Werbeträger.


Ab 1900: Interesse an Technologie "Telefonieren" wächst

1900 - Da das Interesse an der neuen Technologie des „Telefonierens“ immer weiter wächst, werden Telefonbücher erstmals auch an Nicht-Teilnehmer verkauft.

1901 - Die Nachfrage nach Werbeplätzen steigt. Daher wird in allen amtlichen Fernsprechbüchern Werbung zugelassen.

1917 - Das Telefonbuch erscheint nicht. Der kriegsbedingte Papiermangel und die steigenden Rohstoffpreise machen sich bemerkbar.

1924 - Am 26. Februar wird in Berlin die Deutsche Reichs-Postreklame GmbH gegründet. Ihre Aufgabe ist es, in den 19 Bezirksdirektionen der Deutschen Reichspost für die Akquisition und Durchführung von Werbung zu sorgen. Dazu gehören die Anzeigenakquisition für das Amtliche Telefonbuch, Werbung an öffentlichen Fernsprechstellen, an Poststellen und an Postfahrzeugen.

1927 - Das Telefonbuch bringt eine ausführliche Anleitung zum Telefonieren heraus. Der Nutzer erhält mit dem Buch eine Beschreibung, wie er das Telefon und das Verzeichnismedium anwenden kann – sowohl für handvermittelte als auch für selbst gewählte Verbindungen.

1942 - Zum zweiten Mal seit 1917 erscheint das Telefonbuch kriegsbedingt nicht.

1945 - Nach der Kapitulation wird der Fernsprechdienst zunächst ganz eingestellt und erst allmählich wieder aufgenommen. Entsprechend beginnt auch das Telefonbuch von neuem.

1946 - In Bad Salzuflen wird am 9. Juni die Deutsche Postreklame GmbH gegründet.

1950 - Die Deutsche Bundespost wird gegründet.


Die 1980er: Privatisierung / Erstes elektronisches Telefonbuch / Letzte Telefonbuch-Ausgaben der DDR

1981 - Das Amtliche Fernsprechbuch wird privatisiert. Unter dem Titel „Telefonbuch“ und in neuer Aufmachung werden jetzt sukzessiv die regionalen Ausgaben des Telefonbuchs gemeinsam von im Verband Deutscher Auskunfts- und Verzeichnismedien (VDAV) organisierten Verlagen und der Deutschen Postreklame herausgegeben.

1984 - Die Deutsche Postreklame ist jetzt in Gemeinschaft mit Verlagen Herausgeber und Verleger sämtlicher Telefonbücher.

1985 - Im Rahmen des Bildschirmtext-Projektes (Btx) wird das Elektronische Telefonbuch (ETB) herausgegeben, das auf dem Datenbestand der Telefonbücher basiert. Für das Auffinden von Btx-Anbietern wird als Auswahlhilfe eine alphanumerische Suche eingesetzt. Anbieter können sich unter bestimmten Suchworten registrieren lassen.

1989 - Zum letzten Mal erscheint das „Fernsprechbuch der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik“ und die 14 Bezirksausgaben in der DDR. Das Telefonbuch wird „Teil der Wiedervereinigung“ und verbindet nicht nur Menschen, sondern sorgt auch für Kontakte zwischen Ost und West.


Die 1990er: Das Telefonbuch auch im Internet verfügbar / Gründung der Das Telefonbuch-Servicegesellschaft mbH

1990 - Die Deutsche Postreklame wird in Folge der Postreform (Aufteilung in Deutsche Post, Deutsche Telekom und Postbank) eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Telekom. Im Zuge der Wiedervereinigung übernimmt sie gemeinsam mit Verlagen auch die Herausgabe der Telekommunikationsverzeichnisse im gesamten Osten Deutschlands. Zeitgleich wird Das Telefonbuch erstmals auf CD-ROM herausgegeben.

1993 - Im August 1993 wird ein bundesweiter „Kindermalwettbewerb“ zur Neugestaltung der Titelseiten des Telefonbuchs ins Leben gerufen. Damit erhalten alle Nutzer direkten Einfluss auf die Gestaltung.

1994 - Die Deutsche Postreklame wird in Deutsche Telekom Medien GmbH (DeTeMedien) umbenannt. Die Telekommunikationsverzeichnisse erscheinen in neuem Corporate Design, Das Telefonbuch in Weiß und Magenta.

1997 - Das Telefonbuch ist unter dastelefonbuch.de auch im Internet verfügbar. Gemeinsame Plattform aller Telekommunikationsverzeichnisse ist die Datenbank der Teleauskunft Online GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen von DeTeMedien und den Telefonbuchverlagen.

1999 - DeTeMedien und die Telefonbuchverlage gründen die Das Telefonbuch-Servicegesellschaft mbH als Gemeinschaftsunternehmen. Ihre Aufgabe ist die koordinierte Weiterentwicklung der Produkte sowie die Steuerung des gemeinschaftlichen Auftritts der Marke „Das Telefonbuch“. Unter dastelefonbuch-marketing.de stehen fortan Informationen zur Marke, den Produkten, den Verlagen sowie aktuelle Marktforschungsergebnissen und Pressemitteilungen bereit.


Die 2000er: Das Telefonbuch für Handy und Smartphone /„Wer liest, gewinnt!“ und „Ich im Netz“ gehen an den Start

2000 - Die Herausgeber und Verleger von Das Telefonbuch stellen das größte Telefonbuch der Welt vor. Es wird in das Guinness-Buch der Rekorde 2000 aufgenommen.

2003 - Das Telefonbuch wird in der Print-Ausgabe inhaltlich und optisch grundlegend neu gestaltet. Auf den Titelseiten lösen jetzt Sportmotive aus der Region die bisherigen Bilder aus dem Kindermalwettbewerb ab. Das Telefonbuch ist jetzt via WAP auch unterwegs vom Handy aus nutzbar.

2004 - Das Telefonbuch initiiert den Leseförderwettbewerb „Wer liest, gewinnt!“, der gemeinsam mit dem Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. und dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. durchgeführt wird. Schirmherrin ist die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt.

2005 - Auch der Auftritt von dastelefonbuch.de wird nach einem Relaunch noch einfacher, übersichtlicher und nutzerfreundlicher gestaltet. Das Telefonbuch veröffentlicht die erste Ausgabe der Lernbroschüre „Mein 1. Telefonbuch“. Sie wird fortan jährlich kostenlos an zahlreiche Vor- und Grundschulen zum Einsatz im Unterricht verteilt.

2006 - Zum 125-jährigen Jubiläum schaut Das Telefonbuch konsequent in die Zukunft. Adressrecherchen sind nun auch via SMS unter der Kurzwahl 30 30 3 möglich.

2008 - dastelefonbuch.de wird erneut aktualisiert und grafisch überarbeitet. Auch das Mobile-Pendant dastelefonbuchmobil.de ist nach seinem Relaunch Anfang 2008 noch komfortabler und schneller. Zeitgleich feiern im November alle Partner von „Wer liest, gewinnt!“ die 100ste Veranstaltung. Das Telefonbuch unterstützt erstmals den Spiegel Schülerzeitungswettbewerb und übernimmt die Patenschaft für die Kategorie „In Kontakt bleiben 2.0“.

2009 - Das Angebot von dastelefonbuchmobil.de ist inzwischen via Android und iPhone sowie auf weiteren internetfähigen mobilen Endgeräten verfügbar und erreicht erstmalig über 1 Mio. Seitenaufrufe pro Monat. Allein die iPhone-App wurde innerhalb weniger Monate über 500.000 mal heruntergeladen. Der Internet-Service dastelefonbuch.de wurde um Features wie die Kartensuche erweitert. Zeitgleich findet der Launch des Weblogs „Ich im Netz“ statt: Ziel ist die Vermittlung von Medienkompetenz im Umgang  mit dem Thema Selbstdarstellung im Internet.


Die 2010er: MeinTelefonbuch / Personensuche / Konsequente Erweiterung und Verbesserung der Mobile- und Online-Anwendungen

2010 - Das Telefonbuch launcht MeinTelefonbuch. Erstmals kann jeder Besitzer eines Telefonanschlusses eigenständig seine persönlichen Daten einstellen, verwalten oder freigeben, die anschließend für alle öffentlich zu sehen sind. Weitere Leistungen wie ein eigenes, individualisierbares Adressbuch oder die Synchronisationsmöglichkeit des eigenen Adressbestands mit anderen, persönlichen Endgeräten wie Handy, Laptop etc. runden den neuen Service ab. Ferner erscheint Das Telefonbuch in neuem Corporate Design – in Weiß und Rot. Seit März ist Das Telefonbuch auf den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter aktiv. Dank der Zusammenarbeit mit Philips Net TV ist das Verzeichnismedium seit Mitte des Jahres auch für den Fernseher nutzbar und seit Ende 2010 fürs iPad verfügbar.

2011 - Das Telefonbuch erweitert im 130. Jubiläumsjahr sein App-Angebot nun auch für Blackberrys. Unter dem Credo „Multi Access“ machen zahlreiche Neuerungen für Mobile- und Online-Anwendungen das Adressverzeichnis zu einem universellen Kontaktnetzwerk. Durch die Verknüpfung ausgewählter Online-Funktionen mit der Buchausgabe rücken das klassische und das moderne Telefonbuch immer näher zusammen und steigern gemeinsam ihre Attraktivität als Werbeplattform für Unternehmen. Seit Ende des Jahres ist Das Telefonbuch auf Google+ aktiv.

Zudem führt Das Telefonbuch die Personensuche ein. Mit ihr stellt Das Telefonbuch öffentlich zugängliche Informationen und Bilder zu Personen aus dem gesamten Internet bereit. Der Service greift hierzu unter anderem auf Quellen wie Facebook, XING, Twitter, Wikipedia, Blogs, Boulevard-Seiten sowie private und gewerbliche Internetseiten zu. Über die Suchfelder „Name“ und „Ort“  können Freunde und Bekannte gefunden oder nach beruflichen und geschäftlichen Kontakten recherchiert werden.

2012 - Erstmals bieten die mobilen Apps von Das Telefonbuch für iPhone und Android-Betriebssysteme auch ein vollwertiges und zeitlich unbegrenztes Navigationssystem für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Zudem ist Das Telefonbuch als eine der ersten Apps für das neue Betriebssystem Windows 8 verfügbar. Unter dem Motto „Menschen und Berufe Deiner Stadt“ startet Das Telefonbuch in Kooperation mit Lomography einen großen Fotowettbewerb.

2013 - Das Telefonbuch präsentiert seinen neugestalteten Online-Service dastelefonbuch.de, der vor allem lokale Aspekte stärker in den Mittelpunkt rückt und durch eine optimierte Suchführung besticht. Im Oktober wird erstmals die Grenze von 3 Millionen App-Downloads geknackt, während Das Telefonbuch nun auch als App für Windows Phone 8 verfügbar ist. Zudem geht die Website „Versteckte Schätze aus Hamburg“ live und es erfolgt der Relaunch des Weblogs „Ich im Netz“.

2014 - Die Android-App von Das Telefonbuch wartet mit einer Neuerung auf: Tätigt ein Kunde einen Geschäftsanruf, der nicht beantwortet wird, ermittelt die App dank eines patentierten Software Development Kits von CIAmedia sofort den angerufenen Geschäftstyp und schlägt binnen Sekunden alternative Adress- und Kontaktdaten im Umkreis vor. Zeitgleich wird das Feature „Benzinpreissuche“ in die iPhone- und Windows Phone 8-App integriert und der Weblog „Ich im Netz“ startet im Rahmen des Safer Internet Day 2014 eine große Blogparade. Im April ruft Das Telefonbuch den TB GUIDE Gesundheit & Medizin für Berlin ins Leben.

Unter dem Motto „Das Telefonbuch – jeden Tag nützlich“ wird das Verzeichnismedium in diesem Jahr konsequent an der Weiterentwicklung seiner digitalen Produkte – allen voran seiner mobilen Apps – arbeiten.

2015 - In 2015 wird der Fokus weiterhin auf das Thema „Mobil“ / Apps gelegt. Die zentrale kommunikative Botschaft lautet: „Das Telefonbuch – Jeden Tag nützlich.“ Auch die Zielgruppe „Best Ager“ ist zunehmend Mittelpunkt der Kommunikation. Anlässlich des Safer Internet Day 2015 wird auf dem Webblog „Ich im Netz“ im Februar ein „Zahl-Tag“ durchgeführt. Die Inhalte der Website werden zudem um Interviews mit Bloggern und Instagrammern ergänzt. In den Apps von Das Telefonbuch wird im September das Feature „Film- und Kinosuche“ integriert, das das aktuelle Kinoprogramm in unmittelbarer Nähe anzeigt. Das Telefonbuch ist zudem laut AGOF das meistgenutzte Onlineverzeichnis in Deutschland, was auch in den Medien thematisiert wird.

2016 - Im Februar findet anlässlich des Safer Internet Day 2016 auf „Ich im Netz“ eine Kooperation mit der Initiative Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) statt. Im Mai erweitert Das Telefonbuch sein digitales Angebot um eine neue nützliche Funktion, den TerminService. Über die Website oder mobil haben User rund um die Uhr die Möglichkeit, Termine bei eingetragenen Dienstleistern anzufragen. Außerdem präsentiert sich die Android-App von Das Telefonbuch im Juni in einem neuen, modernen Design. Am 14. Juli feiert Das Telefonbuch sein 135 jähriges Jubiläum. Mit dem Slogan „Manchmal ist ein persönlicher Anruf durch nichts zu ersetzen“ startet Das Telefonbuch im Herbst eine deutschlandweite Markenkampagne und unterstreicht damit einmal mehr die Wichtigkeit eines persönlichen Kontakts. Darüber hinaus setzt Das Telefonbuch eine Influencer Kampagne um, in der die Produktvorstellung der Apps im Fokus steht.

2017
- Auch dieses Jahr findet anlässlich des Safer Internet Day 2017 eine Kooperation auf „Ich im Netz“ statt. Dieses Mal steht die Beratungsstelle Nummer gegen Kummer e.V. mit Rat und Tat zum Thema Cybermobbing zur Seite. Mit seiner B2B fokussierten Kampagne setzt Das Telefonbuch sein Terminbuchungstool TerminService ab Mai aufmerksamkeitsstark in Szene. Mit nur wenigen Klicks auf der Website oder mobil per App können Kunden bequem einen Termin beim gewünschten Unternehmen reservieren – branchenübergreifend und unabhängig von Ort und Zeit. Darüber hinaus startet Das Telefonbuch einen Content-Ansatz („City Guide“) für die B2C-Zielgruppe. In einer Videoproduktion stellen drei Protagonisten in drei deutschen Städten ihre top Locations vor.

 

 


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